HFC 65er Baeren

Hertha BSC


Alte Tradition seit 1892

Herthas Geschichte

Am 25. Juli 1892 gründen die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz, den Verein Hertha 1892. Als die Vier im Kiez zwischen Arkonaplatz und Stralsunder Straße den Verein ins Leben rufen

- die genauen Spielörtlichkeiten sind heute schwer nachzuprüfen. Fakt ist lediglich das sich die Brüder auf "Bolzplätzen" zwischen den Bezirken Pankow, Prenzlauer Berg und Wedding trafen ... irgendwo im Gebiet des heutigen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Die erste nachweisbare Spielstätte des Vereins findet sich in einem Pachtvertag von 1904 mit dem "Gastwirt" Joseph Schebera, welcher beim Bahnhof Gesundbrunnen im Wedding, Behm-/Bellermannstraße schon um 1900 dort eine Sportstätte errichtet hatte. Dies dürfte man als Geburtsstunde der legendären "Plumpe" betrachten -

sind die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz erst 16 und 17 Jahre alt. Da das Quartett noch nicht volljährig ist, stellt sich mit Ernst Wisch, ein Onkel der Lindner-Brüder, als Vorsitzender zur Verfügung. Er lässt den Verein offiziell als „Berliner Fußball Club Hertha 1892“ eintragen. Der Name ergab sich fernab vom Fußball und ist wohl Fritz Lindner zu verdanken – dem offensichtlich eine Dampferfahrt mit seinem Vater als prägendes Ereignis in Erinnerung geblieben war. Dieser Dampfer trug den Namen ^Hertha^ (noch heute ein Symbol für Hertha - "durch die Fluten der alten Panke, zieht ein Dampfer seine Spur ...") und die Reedereifarben (kenntlich am gestreiften Schornstein) waren ^Blau Weiß^.

Gründermannschaft von Hertha 1892


In der Nachkriegszeit verlor Hertha BSC seinen Fußballplatz und suchte ein neues zu Hause.

Der Berliner S.C. 95/96 suchte ebenfalls – aber Verstärkung für seine Fußballabteilung. Die Vereine machten aus der Not eine Tugend und fusionierten offiziell am 07. August 1923 zu „Hertha BSC – Fußballabteilung des Berliner Sport-Clubs e.V.“ Die neue Spielstätte wurde die „Plumpe“ am Humboldthain. Die Fusion mit dem Berliner Sport-Club hatte zur Folge, die Änderung des Vereinsnamens in Hertha BSC Berlin.
Beide Vereine gingen nur wenige Jahre gemeinsame Wege, doch auch nach der Trennung (1929) behielt Hertha das Kürzel BSC.
Hier, an der Plumpe, feierte Hertha auch die beiden deutschen Meisterschaften 1930 und 1931. Die sportlich starke Hertha mit dem finanzkräftigen "Berliner Sport-Club" - der Verein nannte sich fortan "Hertha BSC".

In jenen Jahren spielte Hertha vier Mal in Serie um die Deutsche Meisterschaft, verlor aber alle Endspiele zwischen 1926 und 1929.

Mannschaft Hertha BSC 1925/26

Mit dem Beginn der 1930er Jahre folgte der langersehnte erste Titel. Am 22. Juni 1930 traten die Berliner in Düsseldorf gegen Holstein Kiel an. Bereits nach acht Minuten führten die Norddeutschen mit 2:0, doch Hertha gab sich nicht auf und siegte schließlich mit 5:4. Ein Jahr später verteidigten die Hauptstadt-Kicker ihren Titel.

Meister von 1930

erste Meister-Elf von Hertha BSC

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten machte die Gleichschaltung auch vor der Hertha nicht Halt. Der Verein durchschritt schwierige und harte Zeiten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war das berühmte Stadion der Berliner, die "Plumpe" völlig zerstört. Über 200 Bombentreffer wies die Spielfläche auf. Bis Mitte 1949 durfte der Verein nicht unter dem bekannten Namen antreten. Die Hertha war zwischenzeitlich als SG Gesundbrunnen aufgelaufen.

Bei der Gründung der Oberliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse, war Hertha BSC von Beginn an dabei. Die ersten Jahre waren schwer, doch 1957 sicherte sich die Hertha trotz großer Konkurrenz aus der eigenen Stadt erstmals die Berliner Oberliga-Meisterschaft. Vor allem gegen die Lokalrivalen Tennis Borussia Berlin und Tasmania 1900 Berlin gab es regelmäßig hitzige Duelle. Die letzte Meisterschaft in der Oberliga ging erneut an die Hertha, welche somit 1963 Gründungsmitglied der Bundesliga wurde.

Hertha BSC 1961/62


Hertha BSC 1964/65


Nun im Olympiastadion beheimatet, erlebte Hertha nach zwei durchwachsenen Jahren zum Bundesliga-Start eine der schwärzesten Stunden des Vereins. Aufgrund schwerer Verstöße gegen die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes wurde der Club in die Regionalliga zurückgestuft. Hertha hatte einige Spieler mit Vergütungen und hohen Handgeldern an den Verein gebunden. Drei Jahre nach dem Zwangsabstieg gelang den Berlinern 1968 die Rückkehr in die Bundesliga. 1970 schockt der Bundesliga-Skandal die Fußballwelt. Auch Hertha BSC spielt dabei eine Rolle und gerät anschließend in finanzielle Not. Doch dank des Verkaufs der "Plumpe" und guten Auftritten im Ligaspielbetrieb kann sich der Verein wieder fangen.

1974/75 erringt die Hertha ihre bis heute beste Endplatzierung in der Bundesliga - Platz 2. Drei Jahre später folgt der zweite 3. Platz der Vereinsgeschichte nach 1971. Dazu standen die Berliner 1977 und 1979 im Finale des DFB-Pokals. Auch international war die Spielzeit 1978/79 die erfolgreichste der Hauptstädter. Im UEFA-Pokal marschierten die Berliner bis ins Halbfinale vor. Doch nur ein Jahr später machte sich große Ernüchterung an der Spree breit. Aufgrund der schlechteren Torbilanz stieg Hertha BSC am Ende der Saison 1979/80 in die 2. Bundesliga ab. Nach zwei Jahren gelang die Rückkehr in die Bundesliga. Doch dort konnten sich die Berliner nur eine Spielzeit halten und mussten 1983 erneut den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Doch es sollte noch schlimmer kommen. 1986 besiegelte eine 0:2-Niederlage bei Alemannia Aachen am 38. und letzten Spieltag sogar das vorübergehende Ende des Profifußballs bei der "alten Dame" und den Fall in die Amateur-Oberliga.

Erst 1987/88 gelang der Sprung zurück in die 2. Bundesliga. Alles sah gar nach einer Wiedergeburt der großen alten Hertha aus, als der Verein nur zwei Jahre danach in die Bundesliga zurückkehrte. Doch der Aufenthalt dort war auf eine Spielzeit begrenzt. Bis Mitte der 1990er Jahre hingen die Berliner im Mittelfeld der 2. Bundesliga fest.

Hertha Bubis Sa 12.06.1993 Bayer Leverkusen - Hertha BSC Berlin II 1:0


Zu jener Zeit suchte und fand die Hertha Mittel und Wege, mehr Seriosität und Kompetenz auszustrahlen. Die Bertelsmann-Tochter UfA wurde als Partner gewonnen und sicherte die finanzielle Basis des Clubs. Dieter Hoeneß übernimmt die Geschicke als Manager des Clubs. Mit Jürgen Röber kam Anfang 1996 nicht nur der Retter vor dem erneuten Fall in die Drittklassigkeit an die Spree, sondern zugleich der Macher der Aufstiegsmannschaft 1997. Seither hat sich Hertha BSC fest in der Bundesliga etabliert. Unter Röber feierten die Berliner Erfolge, wie sie sie zuletzt in den 1970ern erlebt hatten. Hertha spielt im UEFA-Cup und tritt in der Saison 1999/2000 sogar erstmals in der Champions League an. Auch nach dem Ende der Amtszeit Röbers schafften die Berliner mehrfach die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. 2008/09 spielten die Berliner erstmals seit Anfang der 1970er Jahre wieder ganz oben mit. Am Ende führte Trainer Lucien Favre die "alte Dame" auf einen beeindruckenden 4. Platz, der zur erneuten Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigte. Doch in der folgenden Saison konnte die Hertha nie an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen und stieg überraschend ab.

Der Schock in der Hauptstadt saß tief.


Doch mit Markus Babbel verpflichtete die "alte Dame" einen anerkannten Trainer, der das Team sogleich wieder in die Erfolgsspur zurückführte. Hertha stieg nach nur einer Zweitligasaison wieder auf - als souveräner Tabellenführer. In der Bundesliga war das Ziel, die Klasse zu halten. Doch die Berliner gewannen nur sieben Spiele und kassierten die zweitmeisten Gegentore. Otto Rehhagel wurde als Retter in der Not verpflichtet und schaffte am letzten Spieltag noch den Sprung auf den für die Relegation nötigen 16. Platz. Dort mussten die Berliner nach einem 1:2 daheim und einem 2:2 bei Fortuna Düsseldorf den schweren Gang zurück in die 2. Bundesliga antreten.

Nach dem erneuten Abstieg und einer heissen Mitgliederversammlung wurde am 29.05.2012 der neue Trainer Jos Luhukay präsentiert. Mit ihm ging es sogleich wieder nach oben ins Oberhaus des Deutschen Fußballs, wo die alte Dame nun wieder spielt ...


Slogan. Willkommen

Blau - weiße Hertha, du bist unser Sportverein. Blau - weiße Hertha, du wirst es für immer sein. Wo du spielst, da rollt das Leder ungestüm ins Tor. Wo du spielst, da ruft ein jeder: "Hertha vor, noch ein Tor!". Blau weiße Hertha, dir gehört der Sieg. Keiner spielt so schön wie du, schießt wie du, trifft wie du. Du bist unser Sportverein, Schuss, Tor, hinein!



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